
Hallo Du! Mein Name ist Leonie und ich bin im wunderschönen Hamburg aufgewachsen. Vor etwa 20 Jahren habe ich nach einem längeren Leidensweg mit viel Magen- und Darmproblemen erfahren, dass ich mich zukünftig glutenfrei ernähren muss.
Ob ich als 12-Jährige eine Träne verdrückt habe? Auf jeden Fall! Ob ich jetzt genauso darauf gucke? Nein! Vor 20 Jahren gab es die ersten, wenigen glutenfreien Produkte ausschließlich im Reformhaus zu kaufen. Keine Auswahl und wirklich nicht schmackhaft. Es hat sich so unglaublich viel getan in den letzten Jahren und ich freue mich jeden Tag darüber.
Alle sagen immer, glutenfrei ist so wahnsinnig kompliziert! Ganz ehrlich, noch immer erschlägt es mich, wenn ich ein Kuchenrezept mit 25 Zutaten alleine für den Teig sehe. Für mich hat glutenfreie Küche nur dann wirklich im Alltag funktioniert, wenn sie auch „einfach“ ist. Ich nutze gerne Mehle, die schon fertig gemischt sind, und habe nur einige wenige Zutaten, die ich immer wieder verwende – es muss für mich funktionieren, ohne dass mein Vorratsschrank überquillt von Zutaten, die ich nur einmal für irgendein Rezept brauchte.
Inzwischen habe ich ein großes Repertoire an Rezepten aufgebaut, die ich gerne teilen möchte.
Meine Kinder essen nur dann, wenn es Spaß bringt und schmeckt!
2022 bin ich das erste Mal Mutter geworden und inzwischen wuseln hier drei Kinder durchs Haus. Damit hat sich natürlich auch mein Blick aufs Essen nochmal verändert.
Zum einen weiß jeder mit kleinen Kindern, dass auch die ihre eigene Meinung haben zu dem, was ihnen schmeckt oder auch weniger schmeckt. Aber es muss doch mehr geben als Nudeln mit Tomatensauce? Inzwischen haben wir die Philosophie, dass wir alle gemeinsam das essen, was gekocht wurde – und im Idealfall schmeckt es auch noch allen. Es soll gesund sein und es soll aber auch Spaß bringen! Ich möchte meinen Kindern unbedingt die Freude am Essen und auch an der Zubereitung vermitteln. Alles kann, nichts muss. Und natürlich gibt es auch mal Nudeln mit Tomatensauce.
Es gibt eine Sache, bei der ich keine Kompromisse mache!
Es gibt bei uns ausschließlich glutenfreie Zutaten. Ich koche immer glutenfrei, obwohl ich die einzige in der Familie bin, die es wirklich braucht. Aber ich will mich nicht einschränken in meinem Umgang mit Zutaten und im Idealfall alles essen können, das auch die anderen essen.
Du findest bei mir also Rezepte für die ganze Familie: manche mit glutenfreien Austauschzutaten, manche einfach glutenfrei, weil sie keine Mehle enthalten. Manche Lieblingsklassiker, die wahrscheinlich die meisten Kinder mögen werden, und manche auch etwas zum Ausprobieren.
Die wenigsten Rezepte würde ich als schwierig oder besonders aufwendig bezeichnen – vielleicht kommt das wieder, wenn die Kinder größer sind.
Hier gibt es alltagsgeeignete Familienküche, die allen schmecken darf – nur eben in glutenfrei!
Wie ich auf glutenfrei gucke
Es muss im Alltag funktionieren
Ein Rezept, für das ich drei Spezialzutaten bestellen muss, koche ich genau einmal. Was hier steht, geht mit dem, was der normale Supermarkt hergibt.
Man ersetzt nicht Mehl durch Mehl
Der häufigste Grund, warum glutenfreies Backen schiefgeht: Ein normales Rezept wird 1:1 umgerechnet. Das funktioniert nicht. Glutenfreie Teige brauchen andere Mengen, andere Zeiten, andere Bindemittel.
Ausprobieren gehört dazu
Nicht alles klappt beim ersten Mal, und nicht jede Mehlmischung verhält sich wie die letzte. Ich schreibe auch auf, was nicht funktioniert hat — das spart dir die Versuche.
Zucker und Fertigprodukte sind erlaubt
Glutenfrei ist kein Lebensstil, den ich mir ausgesucht habe. Es ist eine Einschränkung. Ich sehe nicht ein, sie mit einer zweiten zu kombinieren.